IFS-Therapie – Arbeit mit inneren Anteilen

In meiner Praxis in Bonn und Bad Honnef arbeite ich unter anderem mit Internal Family Systems (IFS), der Systemischen Therapie mit der Inneren Familie nach Richard C. Schwartz.
IFS geht davon aus, dass wir unterschiedliche innere Anteile in uns tragen, die jeweils eigene Gefühle, Bedürfnisse und Schutzstrategien haben.
Die Arbeit mit IFS kann dabei helfen, innere Konflikte, wiederkehrende Beziehungsmuster, starke emotionale Reaktionen oder selbstkritische Anteile besser zu verstehen und einen mitfühlenderen Umgang mit sich selbst zu entwickeln.
Ich habe das
IFS-Basistraining am IFS-Institut München abgeschlossen und integriere die Methode in meine psychotherapeutische Arbeit als
Heilpraktikerin für Psychotherapie in Bonn und Bad Honnef.

Zeitansatz und Häufigkeit
Für die ersten IFS-Sitzungen plane ich in der Regel 90 Minuten ein.
Die Arbeit mit inneren Anteilen braucht häufig etwas Zeit, um in Ruhe in den Prozess hineinzufinden und ihn am Ende auch wieder gut abzuschließen.
Wenn Sie später bereits Erfahrung mit der Methode haben und schnell Zugang zu Ihrem inneren Erleben finden, können auch 60-minütige Sitzungen sinnvoll sein.
Wie häufig die Termine stattfinden, entscheiden wir individuell.
Möglich sind beispielsweise wöchentliche Termine, aber ebenso Abstände von zwei, drei oder vier Wochen.
Dabei orientieren wir uns an Ihrem Anliegen, Ihrem persönlichen Prozess und daran, wie viel Zeit Sie zwischen den Sitzungen für die Verarbeitung benötigen.
Wie findet eine IFS-Sitzung statt?
Eine IFS-Sitzung findet in einem ruhigen Gespräch statt.
Gemeinsam richten wir die Aufmerksamkeit auf Gefühle, Gedanken, Körperempfindungen oder innere Reaktionen, die in einer bestimmten Situation auftauchen.
Dabei können unterschiedliche innere Anteile sichtbar werden – zum Beispiel ein ängstlicher, kritischer, angepasster oder schützender Anteil.
Wir versuchen nicht, diese Anteile „wegzumachen“, sondern besser zu verstehen, welche Aufgabe sie übernommen haben und was sie benötigen.
Sie entscheiden dabei jederzeit selbst, wie weit Sie sich auf den Prozess einlassen möchten.
Was ist, wenn ich mir innere Bilder nicht gut vorstellen kann?
Das ist überhaupt kein Problem.
Für die Arbeit mit Internal Family Systems (IFS) müssen Sie keine ausgeprägte Vorstellungskraft haben.
Manche Menschen nehmen innere Anteile als Bilder wahr, andere eher als Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen, Impulse oder innere Stimmen.
Wir arbeiten mit dem, was sich bei Ihnen tatsächlich zeigt.
Es gibt kein „richtiges“ Erleben.
Muss ich in der IFS-Therapie die Augen schließen oder meditieren?
Nein.
Sie können die Augen offen oder geschlossen halten – so, wie es für Sie angenehm ist.
IFS kann Elemente von achtsamer Selbstwahrnehmung enthalten, ist aber keine Meditation.
Wir bleiben im Gespräch und passen das Vorgehen an Sie an.
Wofür kann IFS hilfreich sein?
Die Arbeit mit inneren Anteilen kann unter anderem hilfreich sein, wenn Sie immer wieder in ähnliche emotionale Muster geraten, sich stark selbst kritisieren, sich innerlich hin- und hergerissen fühlen oder in Beziehungen besonders heftig reagieren.
Auch Schutzstrategien wie Rückzug, Anpassung, Kontrolle oder Vermeidung können mit IFS verständlicher werden.
Muss ich dafür meine ganze Kindheit aufarbeiten?
Nein.
Wir gehen nur so weit in frühere Erfahrungen zurück, wie es für das aktuelle Anliegen sinnvoll und für Sie gut tragbar ist.
Häufig beginnen wir mit einer konkreten Situation aus dem heutigen Leben und schauen gemeinsam, welche inneren Reaktionen dabei aktiviert werden.
Kann IFS auch bei Beziehungskonflikten helfen?
Ja.
Gerade in Beziehungen werden häufig sehr unterschiedliche innere Anteile aktiviert.
Ein Teil möchte beispielsweise Nähe, während ein anderer sich aus Angst vor Verletzung zurückzieht.
IFS kann helfen, solche inneren Konflikte besser zu verstehen und automatische Reaktionen bewusster wahrzunehmen.
Bin ich bei IFS in einer Art Trance?
Nein.
Sie bleiben während der gesamten Sitzung ansprechbar und entscheiden selbst, was Sie erzählen oder erkunden möchten.
IFS ist keine Hypnose.
Die Aufmerksamkeit wird lediglich stärker auf das eigene innere Erleben gerichtet.
Wie schnell wirkt IFS?
Das ist sehr unterschiedlich und hängt vom Anliegen, von den bisherigen Erfahrungen und von der persönlichen Situation ab.
Manchmal entsteht bereits in einer Sitzung ein neues Verständnis für ein bestimmtes Muster.
Tiefere und länger bestehende Belastungen benötigen in der Regel mehr Zeit.
Kann IFS mit anderen Therapieformen kombiniert werden?
Ja.
Ich integriere IFS – Internal Family Systems in meine psychotherapeutische Arbeit und kombiniere die Methode, wenn es sinnvoll ist, mit anderen therapeutischen Ansätzen.
Die Methode wird dabei nicht schematisch angewendet, sondern auf Ihr persönliches Anliegen abgestimmt.
Zudem kann es sein, dass Sie nach einer IFS Sitzung müde und erschöpft sind. Bevor wir uns in einer Sitzung für IFS entscheiden, sprechen wir ab, ob Sie anschließend die Zeit haben, den Prozess nachwirken zu lassen.
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